Psychiatrie im Film mit anschließender Gesprächsrunde
Vom 13. April bis 04. Mai 2026 veranstalten die Bezirkskliniken Mittelfranken, der Krisendienst Mittelfranken und die Sozialpsychiatrischen Dienste wieder die „Irren Nächte in Mittelfranken“. An insgesamt 13 Orten wird in diesem Jahr der Film „HOW TO BE NORMAL… und der Versuch, sich selbst zu verstehen“ von Florian Pochlatko gezeigt.
Über den Film
Nach ihrer Entlassung aus der Psychiatrie zieht Pia (Luisa Céline-Gaffron) zurück ins Elternhaus – doch statt Halt findet sie dort einen Kosmos aus Hilflosigkeit, Alltagsritualen und stillen Zumutungen. Während ihr Vater sie zur Arbeit drängt, die Therapeutin auf „mehr Teilhabe“ pocht und ihre Mutter sich in Fürsorge verliert, entgleitet Pia zunehmend der Wirklichkeit.
Visuell inspiriert von Graphic Novels und erzählerisch offen für Brüche, Absurdität und innere Zustände begleitet der Film seine Protagonistin durch eine Welt, in der psychische Gesundheit weniger Privatsache als politisches Terrain ist. Ohne Diagnosen zu reproduzieren, stellt er tiefgreifende Fragen an unsere Vorstellungen von Normalität, Anpassung und Identität – und zeigt, wie notwendig eine neue Sprache für das Unnormale geworden ist.
Über die „Irren Nächte“
Wenn Menschen psychisch krank werden, haben Betroffene und Angehörige neben der Belastung durch die Krankheit oft auch noch mit Vorurteilen zu kämpfen. Ziel der Filmreihe „Irre Nächte in Mittelfranken“ ist es, auf psychische Krankheiten aufmerksam zu machen und darüber aufzuklären. Der dort gezeigte Film soll zeigen, dass psychische Erkrankungen zur Normalität gehören und jederzeit jeden treffen können. Deswegen diskutieren im Anschluss an die Filmvorführungen Expertinnen und Experten aus dem Bereich Medizin, Psychologie und Sozialpädagogik mit dem Publikum über den Film und beleuchten dabei verschiedene Aspekte psychischer Erkrankungen.
Der Eintritt ist frei. Sitzplatzreservierungen sind leider nicht möglich.